Hip Hop Tanzen

Hip Hop Tanzen

 
Hip-Hop hat sich außerhalb der eigentlichen Szene mittlerweile zu einem gesellschaftlich etablierten Lifestyle entwickelt, was sich unter anderem auch daran festmachen lässt, dass der charakateristische Tanzstil, der von den Hip-Hop Stars auf der Bühne und in Videoclips gezeigt wird, sogar auch in alt eingesessene Tanzschulen Einzug gefunden hat. Aber auch spezielle Hip-Hop Tanzschulen, die sich mit ihrem Angebot hauptsächlich an Jugendliche wenden, die wie ihre Stars tanzen wollen, haben den lukrativen Markt des Hip-Hop entdeckt.
Dabei gehören die “Coolen Moves” aus den Clubs und Freestyle von den Straßen ebenso zum Angebot wie natürlich die neusten Choreografien und Styles aus den aktuellen Videoclips der Superstars.
In den Tanzprogrammen werden die “STARMOVES” durchgeführt. Original-Choreografien von international bekannten Stars wie Justin Timberlake, Craig David, Jennifer Lopez oder Rhianna sind für die Jugend gerade zu ein Muss, die Hip-Hop tanzen möchten.
Wer Hip-Hop tanzen will, kennt mit Sicherheit die verschiedene Richtungen und Styles:
Beim “Uprock” handelt es sich um eine akrobatische und sehr schnelle Form des Tanzes, der meistens Kämpfe nachstellt. Gewöhnlich zwei oder mehrere Tänzer kommen sich dabei sehr nahe, ohne sich allerdings zu berühren. Dieser Tanz erinnert an eine fernöstliche Kampfart.
Der “Electric Boogie” ist eine maschinenartige Tanzform, bei der sich die Tänzer wie Roboter bewegen. Berühmt sind die sogenannten Headspins. Dabei handelt es sich um Drehungen um den eigenen Körper auf dem Kopf. Diese Form des Hip-Hop setzt schon Einiges an Erfahrung voraus.
Bei den Gruppen-Tänzen tanzen – meist im Hintergrund eines Rappers oder Sängers mehrere Leute synchron in einer Gruppe. Diese Tanzform wird mittlerweile überwiegend im Pop-Bereich verwendet. Wichtig sind die ständige Bewegung und zeitlich gut getimte Drehungen.
Wer sich für einen oder mehrere Kurse interessiert, der findet – vielleicht mit seinen Freunden zusammen – bestimmt gute Angebote in der Nähe.

Hip Hop Stars

Hip Hop Stars

 
Die Liste der Hip-Hop Stars ist lang. Hierzulande sind international berühmte Musiker wie 50 Cent, Justin Timberlake, Eminem, Wyclef Jean oder sogar Jennifer Lopez Vorbilder für die Jugend oder die, die jung geblieben sind. Die aus den armen Verhältnissen der Karibik stammende Rihanna werden ebenso zu den Hip-Hop Stars gezählt wie Jay-Z, der als geschickter Vermarkter seiner Labels die Geschäfte vom Hinterraum seines teuren New Yorker “40/40 Club” aus führt.

International ist der Meister in der Kunst, aus Hip-Hop Geld zu machen, Sean Combs. Vor gut zehn Jahren nannte er sich noch Puff Daddy, später änderte er seinen Künstlernamen in P. Diddy, heute heißt er nur noch Diddy. Er war mit der Sängerin Jennifer Lopez liiert und steht auf der Liste der Hip-Hop Stars ganz oben.
In der Hip-Hop-Szene ist Diddy jedoch ziemlich unbeliebt. Es fehlt ihm nach Ansicht vieler anderer Rapper an „Street Credibility“ – also an der Glaubhaftigkeit, sich vom Ghettokind zum erfolgreichen Businessmann hochgearbeitet zu haben.

In den letzten Jahren hat vor allem die Detroiter Szene auf sich aufmerksam gemacht. Größtenteils ist dies ihrem berühmtesten Vertreter Eminem zu verdanken, der über seinen Ruhm die Karrieren anderer Künstler wie D12, G Unit, Obie Trice oder 50 Cent mit beeinflusst hat.

In der deutschen Szene gehören Rapper wie Azad, Bushido, B-Tight, Eko Fresh, Fler, Kool Savas, Olli Banjo, Samy Deluxe oder Sido zu den erfolgreichsten Hip-Hop Stars.
Im Jahr 2007 landete die Gruppe Culcha Candela mit dem dem Titel “Hamma!” einen Überraschungshit, der sie praktisch über Nacht zu einem der Hip-Hop Stars Nummer eins in Deutschland gemacht hat. Es gibt keinen Zwölfjährigen, der den Text nicht auswendig mitsingen kann. Der Nachfolge-Titel “Ey DJ” hat mittlerweile ebenso die oberen Ränge der Charts erobert und macht Culcha Candela, die als Gruppe immerhin auch schon ein paar Jahre existiert, zu einem der angesagtesten Stars der Szene.

Hip Hop Schmuck

Kein Hip-Hop Schmuck ohne Bling-Bling! Die Entstehung dieses Begriffes geht auf das Blitzen des Schmucks im Licht zurück. Ursprünglich ist Bling-Bling ein Südstaaten Slangwort für glänzenden und mit Edelsteinen besetzten Schmuck aus Platin, Gold oder Silber. In der Hip-Hop-Szene des Dirty South genießt dieser Hip-Hop Schmuck einen hohen Stellenwert. Das Gangsta-Rap-Label “Cash Money Records” aus New Orleans, das bekannt für seine mit Diamanten verzierten Cover war, veröffentlichte im Jahr 1998 den Hit des Rappers B.G. mit dem Titel “Bling Bling”, durch den der Begriff erstmalig weltweite Bekanntheit erfuhr. Inzwischen hat Bling-Bling den Mainstream erreicht und bezeichnet ein klassenübergreifendes Modephänomen.

Bling-Bling gehört mittlerweile fest zur Hip-Hop-Szene. Eine Uhr mit Bling-Bling erkennt man beispielsweise an den vielen Diamanten, die sich allerdings nicht jeder leisten kann und die so in der Szene durch Zirkonia-Steine ersetzt werden. Sehr beliebt bei den Jugendlichen sind größere Ohrstecker, die auch als “Ice” bezeichnet werden, und so an die Form eines Diamanten erinnern.
Die durch die amerikanischen Hip-Hop Stars zur Schau getragenen über und über mit Diamanten besetzten Uhren, Ketten, Armbänder und Grillz für Sportschuhe finden unter Anhängern des Hip-Hop weltweit reißenden Absatz in seinen preiswerten Varianten aus Kunststoff und Glas. So kann man beispielsweise eine Bling-Bling Armbanduhr mit an die 700 Zirkonia-Steinen schon für unter 100 Euro haben. Ohrstecker oder Grillz kosten oft nicht mehr als 30 Euro.
Ein Trend, der ebenfalls aus den USA kommt, sind die stylischen LED-Gürtelschnallen oder LED Buckles. Die progammierbaren Schmuckstücke, wechseln auf Wunsch Farbe, Geschwindigkeit und Text des digitalen Laufbandes im Miniformat. Durch einen solchen extravaganten Hip-Hop Schmuck ist Aufmerksamkeit 100%ig garantiert.

Hip Hop Musik

Hip-Hop Musik hat ihre Ursprünge in der schwarzen Funk- und Soul-Musik. Der Begriff Hip-Hop wurde vermutlich entweder durch Lovebug Starski oder DJ Hollywood geprägt, die den Rap – den typischen Sprechgesang der US-amerikanischen Ghettos, der wiederum seine Wurzeln in Jamaika hat – sozusagen in Umlauf brachten. Der Hip-Hop der frühesten Zeit hat keine nachweisbaren Tondokumente. Es war die Zeit der scratchenden DJs und an Hip-Hop als eigenständige Musikform war noch nicht zu denken. Die erste Hip-Hop-Schallplatte erschien so erst im Jahre 1979, als die Disco-Gruppe Fatback Band zusammen mit dem Rapper King Tim III den Titel “Personality Jock” herausbrachte. Eine Woche später erschien dann das berühmte “Rapper´s Delight” der bereits legendären Sugarhill Gang, von dem weltweit über acht Millionen Exemplare verkauft wurden. Der erste große Rap-Star war allerdings Kurtis Blow, der bereits mit seinem ersten Titel “Christmas Rap” weltweiten Erfolg hatte.
Musikalisch gab es in der zweiten Hälfte der 90er-Jahre wesentliche Neuerungen im Stil. Die Beats wurden komplexer, worin man den Einfluss von Reggae, Dancehall sowie auch Oldschool-Hip-Hop und Electro Funk der 80er-Jahre hören konnte. Parallel verschmolz die Stilrichtung der Hip-Hop Musik weiter mit der des Soul und des R&B. Seit Anfang der 90er-Jahre hat sich Hip-Hop weltweit verbreitet. Dabei haben sich die Richtungen der einzelnen Länder herauskristallisiert, so haben sich international eigene Hip-Hop-Szenen entwickelt. So gibt es neben dem arabischen Hip-Hop auch den chinesischen, belgischen, französischen oder bosnischen Hip-Hop. Die britische Hip-Hop Musik, die die eigene Spielart des Britcore hervorbrachte, sowie der brasilianische Hip-Hop, der ebenso einen eigenen Stil (Rio Funk) haben dabei weniger die US-Interpreten zum Vorbild. In Afrika hat sich ebenfalls eine vielschichtige Hip-Hop-Szene entwickelt. Insgesamt stehen weltweit die Vertreter der Hip-Hop Musik aus den USA immer noch im Vordergrund.
In Deutschland gibt es ebenfalls eine lange Tradition des Hip-Hop und ist seit den 90er auch kommerziell erfolgreich. Deutschsprachige Gruppen wie die Fantastischen Vier oder Fettes Brot machten und machen Hip-Hop Musik mit ihrer humorigen Wordakrobatik und schon fast philosophischen Texten selbst für Erwachsene “salonfähig”.

Hip Hop Mode

Gerade im Hip-Hop hat sich, wie in anderen Jugendkulturen auch, eine spezielle Mode entwickelt, die besonders stark die amerikanischen Hip-Hop-Künstler zum Vorbild hat. Allgemein orientiert sich auch eine ganze Industrie am Style der Gangsta Rapper mit ihrem typischen Sport-Outfit und Basecaps. Die typische HipHop-Mode richtet sich dabei eher an Männer oder Jungs als an Frauen oder Mädchen.
Die extrem weit geschnittenen und tief sitzenden Hosen (Baggy Pants) und Oberteile mit auffälligen Emblemen und Details machen das typische Erscheinungsbild der Hip-Hop Mode aus. Neben Jeans werden sehr viele dem Sportbereich entlehnte Kleidungsstücke getragen: Basketball-Trikots und Kapuzenpullover (Hoodies), oversized Sportanzüge (Tracksuits) in Größen wie XL oder 2XL sowie plakative Logos und Embleme von Sportligen wie der NBA. Sneakers, Basketballschuhe oder Lederboots von Timberland sind ebenso beliebt wie die Sportmarken Nike, Reebok, K-Swiss, Adidas. Der Kultschuh Nike Air Force 1 wurde schnell zum Inbegriff der typischen Hip-Hop Mode. Aber kein Outfit ohne die obligatorischen Kopfbedeckungen: Basecaps und Wollmützen gehören ebenso zum Erscheinungsbild eines Hip Hopers wie Bandanas oder Durags.
Accessoires wie auffällige Ketten, meist Imitate von Gold, Platin oder Silberschmuck sind werden mit Strass- oder Zirkonia-Steinen geschmückt, die die echten Diamanten der amerikanischen Hip-Hop Stars ersetzen. Extravagante Anhänger wie Dog Tags, Dollarzeichen oder Namensaufdrucke von erfolgreichen Hip-Hop-Künstlern sind für jeden Fan ein Muss. Angesagte Streetwear-Marken wie Southpole, Phat Farm, A Bathing Ape, Carhartt, Dada, Akademiks, Fubu, Karl Kani, Avirex, Wu Wear, LRG, Ecko, um nur einige zu nennen, sind oftmals Labels bekannter Hip-Hop-Größen, mit denen sich die Jugendlichen identifizieren. Wer es sich leisten kann, präsentiert sich mit Luxus-Marken wie Gucci, Lacoste oder Ralph Lauren – ein Zeichen dafür, dass sich Hip-Hop mittlerweile bei der Jugend der Mittelschicht etabliert hat. Anhänger des ursprünglichen Hip-Hop der schwarzen Ghettos allerdings schwören den teuren Marken ab und kleiden sich als Gegenbewegung bewusst alternativ.